Ana Topalovic

Violoncello


 

Ana Topalovic setzt sich als Cellistin keine Grenzen. Ihr Repertoire reicht von Sololiteratur und Kammermusik bis zu Neuer Musik und Crossover mit elektronischen Sounds. Von der Vielseitigkeit ihres Instruments inspiriert tritt sie vermehrt als Komponistin eigener Werke in Erscheinung. Sie sucht nach verborgenen musikalischen Schnittstellen zu anderen Denk- und Kunstrichtungen und verleiht ihren Ideen auch in ihrem eigenen Festival Ausdruck. Ana Topalovic hat sich in kurzer Zeit als Allrounder-Cellistin einen Namen gemacht und gibt der Wiener Musikszene neue Impulse.

Als künstlerische Leiterin und Organisatorin des neuen Festivals Treff • Kunst bringt Ana Topalovic erstmals österreichische und serbisch-österreichische KünstlerInnen und MusikerInnen im BRICK 5 zusammen. Ana Topalovic, selbst in Belgrad geboren und in Wien lebend, will mit der jährlichen Plattform den kreativen Austausch zwischen Künstlern dieser unterschiedlichen kulturellen Backgrounds fördern, sie zur

Weiterentwicklung und zu gemeinsamen Ideen anstiften. Das Publikum ist eingeladen, an diesem grenzenlosen, künstlerischen Dialog über mehrere Tage teilzunehmen. Treff • Kunst bei Ana Topalovic vereint klassische und zeitgenössische Musik sowie Malerei, Fotografie, Film und Literatur. Unterstützung erhält das neue Festival durch die serbische Botschaft und den Kulturklub Wien.

Bemerkenswerte Engagements und Projekte führten Ana Topalovic in den letzten Jahren mit renommierten internationalen KünstlerInnen zusammen. Sie spielte mehrere Konzerte mit Erwin Schrott und seinem Rojotango Ensemble in Österreich und Deutschland und tourte mit dem Janoska Ensemble (Jazz und Crossover) 2015 durch China. Als gefragte Cellistin ist sie in zahlreichen Formationen aktiv: im Duo Zadory-Topalovic mit der Violinistin Edua Zadory, als Mitglied des Green Thing Ensemble GTE, das sich als Kammermusik-Gruppe auf Neue Musik lebender Komponisten und selten zu hörender Klassiker des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat, in zahlreichen Rezitalen mit Klavier, mit Pianisten Pierre Doueihi und Jasminka Stancul und zuletzt im Projekt ARCORD mit dem Akkordeonisten Nikola Djoric.

Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik entstanden Kollaboration mit renommierten Komponisten des 21. Jahrhunderts wie Thomas Larcher, Friedrich Cerha, Johanna Doderer, Giya Kancheli, Rene Clemencic, Georg Friedrich Haas oder Gerald Resch. In Orchesterkonzerten spielte sie außerdem mit Daniel Barenboim, Yakov Kreizberg, Julian Rachlin und Maxim Vengerov.

Anas musikalische Persönlichkeit wird besonders in den eigenen Kompositionen spürbar: Two Serbian Melodies für Violoncello und Klavier (Uraufführung in Bukarest und Live-Mitschnitt für Radio Romania, 2013), Reflections für Violoncello und Stimme (Uraufführung Carnegie Weil Hall, NY, 2012) und Reflections II (Uraufführung in Wien, 2015).

“Ich hatte immer das Bedürfnis, weitere und neue Möglichkeiten des Cello-Sounds selbst zu entdecken. Mein Gefühl sagt mir, das Potential des Cellos sei grenzenlos”,
so Ana Topalovic.

Mit den CDs Mosaique (Wien, 2014), Bjarnat Krawc Kammermusik (Berlin, 2012), Sonic Screens (Rom, 2012) sowie ihrem Solowerk CELLIPHONIA (Rom, 2015, Präsentation im Wiener Konzerthaus), Inspired by Songs and Dances (Paladino, 2016) und der DVD Rojotangos Live (2013) kann Ana Topalovic beachtliche Erfolge vorweisen.

Ana Topalovic entdeckte das Unterrichten als ein weiteres Standbein für sich: Mit Enthusiasmus leitet sie ihr Cello-Studio in Wien, gibt Meisterkurse und Privatunterricht und gibt ihr Wissen zudem als Gründerin der Online- Musikschule VIOMUS (www.viomus.net) an Schüler auf der ganzen Welt über Internet weiter. Zudem ist Ana Topalovic Jurymitglied bei IBLA Grand Prize in Sizilien und Muzicko Prolece in Serbien so wie Ehren- Gastprofessorin an dem Instituto Superior de Musica Jose Hernandez in Buenos Aires

Ana Topalovic wurde 1981 in Belgrad, Serbien geboren und lebt seit 1999 in Wien. Klavier- und Cellounterricht erhielt sie bereits in sehr jungen Jahren. Mit 17 begann sie das Konzertfach-Studium am Konservatorium der Stadt Wien bei Jontscho Bayrov. Danach studierte sie bei Maria Kliegel an der Hochschule für Musik in Köln und absolvierte 2011 das Masterstudium am Konservatorium Wien Privatuniversität bei Martin Hornstein und Lilia Schulz-Bayrova. Ein Jahr später gewann sie den 20. IBLA Grand Prize Wettbewerb in Ragusa, Italien und den Sonderpreis für die Interpretation von P. Vasks Das Buch. Es folgte die erste Konzerttournee in den USA, wo sie 2012 auch ihr Debüt in der Carnegie Hall gab. The Sound Word Sight Magazine beschrieb ihre Musik mit den Worten “...exceptional and ... beautiful”.

Ana Topalovic spielt auf einem Cello von R. und a. Gagliano aus 1815. Sie wird von Thomastik-Infeld gesponsert.